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Interventionen

Ableitung von Maßnahmen

Die Nutzung von IEGA darf nicht bei der Analyse stehenbleiben. Die Auswertung der IEGA-Ergebnisse muss zu konkreten Schlussfolgerungen führen. Die besten Ergebnisse werden erreicht, wenn Führungskräfte und Mitarbeiter/innen gemeinsame Überlegungen anstellen: Was läuft gut und sollte weiter ausgebaut werden? Was bedarf der Veränderung? Auf welchem Wege kommen wir dazu? Hier ist zuerst zu prüfen, was aus eigener Kraft getan werden kann. Aber häufig reicht dies nicht aus, sondern es ist auch über externe Unterstützung nachzudenken. In Betracht zu ziehen sind dabei drei Unterstützungsangebote:

Individuelle Auswertung und Beratung

Alle am Programm beteiligten Beschäftigten erhalten eine individuelle Rückmeldung ihrer Ergebnisse. Auf dieser Grundlage kann im Weiteren, sofern gewünscht, ein persönliches Auswertungs- und Beratungsgespräch stattfinden. Die IEGA-Moderatorinnen und ‑Moderatoren bringen dafür die Voraussetzungen mit. In dem Gespräch geht es darum, sowohl persönliche Ressourcen als auch mögliche gesundheitliche Risiken aufzuzeigen und sich darüber zu verständigen, wie erstere zu nutzen sind und letzteren entgegenzuwirken ist.

Gruppenbezogene Fördermaßnahmen

Die Unterstützung, die auf individueller Ebene eingeleitet wird, kann durch gruppenbezogene Maßnahmen aufgegriffen und weitergeführt werden. Hier ist an die Möglichkeit eines Gruppentrainings zur Kompetenzentwicklung und Belastungsbewältigung zu denken. In Abhängigkeit von den Anforderungen der Tätigkeit bieten sich aber auch Maßnahmen, wie Supervision oder Kollegiale Beratung an. Und schließlich sind auch extern moderierte Gesundheitszirkel in Betracht zu ziehen. Die IEGA-Moderatoren sind in der Lage, die geeigneten Empfehlungen für derartige Maßnahmen zu geben und deren Realisierung selbst oder auch mit Hilfe kompetenter Personen in die Wege zu leiten.

Begleitung der Führungskräfte

Oft erweist sich die direkte Unterstützung der Führungskräfte als eine wichtige Schlussfolgerung aus der vorliegenden Analyse. Auch hier können die Moderatoren teils direkt, teils mit Hilfe weiterer Personen ihren Beitrag leisten. Konkret geht es darum, den Führungskräften bei zweierlei Aufgaben zur Seite zu stehen: bei der Schaffung sozialer Beziehungen, die durch ein Klima des Vertrauens, der gegenseitigen Wertschätzung und Hilfe geprägt sind, und bei der optimalen Ausnutzung der vor Ort gegebenen Möglichkeiten für eine gesundheitsförderliche Gestaltung der organisatorischen und sachbezogenen Arbeitsbedingungen.

Retestung

Um die Wirkung der realisierten Maßnahmen zu überprüfen und Rückmeldung zu erfolgten Veränderungen zu geben, ist eine Zweitbefragung (nach frühestens einem Jahr) vorgesehen, die ohne zusätzliche Kosten vorgenommen werden kann.